Herausforderungen – Challenges

Ich bin mit meinen Blogposts ganz schön im Rückstand. Eigentlich will ich Euch noch richtig viel über die letzte Woche und mein tolles Wochenende erzählen und vorallem fehlt auch noch die Tour über den Campus, damit ihr wisst wie es hier aussieht. Leider gibt hier aktuell noch ein paar Herausforderungen (Euphemismus für Sachen, die mich gerade ein bisschen frustrieren… ;)). Meine gute Laune verliere ich trotzdem nicht und ich finde es weiterhin toll hier!

Internet/Wifi: Ich habe leider immer noch kein W-LAN in meinem Zimmer und das wird auch noch dauern. Im Moment nutze ich also oft mobile Daten, damit kann ich aber natürlich keine Bilder hochladen und meinen Blog ordentlich befüllen. Eine weiter Möglichkeite ist das Foyer vor dem International Office. Dort gibt es WLAN für die Internationals und dieses funktioniert auch zuverlässig. Das Problem ist, dass der Upload von Bilder ewig dauert (d.h. mehrere Stunden für ein paar Bilder) und es SEHR kalt ist. In der Bibliothek kann ich mich mit meiner Telefonnummer über das Netzwerk CQUPT-Free surfen. Die Anmeldung ist aufwendig und manchmal bricht die Verbindung ab. Hier gibt es nirgendwo Heizungen, darum sitzen hier alle immer mit Jacke. Das ist auch okay, aber nach ein paar Stunden sind die Temperaturen nicht mehr angenehm.

Mobilfunk: ich habe eine Simkarte von China Mobile. Die Tarife sind allerdings ganz schön teuer und da China Telecom die Internetversorgung der CQUPT übernommen hat, wäre finanziell und auch verwaltungstechnisch gesehen besser zu wechseln. Geht aber nicht, da mein One Plus X den CDMA Standard nicht unterstützt. 🙁 Ich muss weiter überlegen, wie genau ich das jetzt mache.

Bank: Für mein Stipendium und auch überhaupt bräuchte ich ein Bankkonto. Bei der Agricultural Bank of China mochten die Mitarbeiter aber leider mein Visum nicht. Morgen werde ich mich darum kümmern müssen. Ohne Bankkonto kann ich nämlich die mobilen Bezahldienste (Alipay, Hong Bao von WeChat) nicht nutzen. Das macht vieles komplizierter und ich kann z.B. die Waschmaschine im Wohnheim nicht selbstständig bedienen.

In den nächsten Tagen lösen sich alle diese Schwierigkeiten hoffentlich! Ich muss mich jetzt mal Aufwärmen gehen. 😉

======English======

I am lagging behind with my blogposts. I really want to tell you about my last week and my awesome weekend. Furthermore the campus tour still needs to be done to let you know how it looks like around here. Unfortunately I am facing some challenges (or let’s say: things that are starting to get frustrating…) here. They cannot destroy my good mood though and I am still eager to explore everything, so actually everything is alright.

Internet/Wifi: I still do not have Wifi in my room and it will probably take a while until I get it. I am using mobile data quite a lot, but I cannot upload pictures or managing my blog like this. Right now there are only some places around campus where I can use Wifi. The room in front of the International Office has a good free Wifi, but upload of pictures takes forever (several hours for just a few pics) and it is very cold there. The library offers CQUPT-Free where I have to register with my phone number. The connection is not always stable and I often have to reregister. It is cold here, too. And it is like that in every building, because there are no heating systems. Everyone is just wearing a coat all the time which is fine, but can get very uncomfortable after a while.

Mobile phone: I bought a Simcard from China Mobile, but this carrier is quite expensive. China Telecom would be cheaper and also easier, because they also provide the Wifi on campus. The problem is that my phone does not support the CDMA standard China Telecom is using. I am still searching for a solution…

Bank account: I need to open a bank account to receive my scholarship money and to use Chinese mobile payment services. Unfortunately the employees of the Agricultural Bank of China did not like my visa and I have to ask a university official for help. Without the mobile payment services (Alipay, Hong Bao from WeChat) my life will be more complicated, e.g. I will not be able to operate the washing machine in my dormitory on my own.

I hope I can resolve all those problems in the next couple of days. Now I need to warm up somewhere. 😉

9 Kommentare

  1. Wow, das klingt ja nach ein paar bumps in the road 🙂 Ich drück die Daumen, dass alles klappt!! Und ja, Bilder wären schon toll 🙂

    1. Ganz, ganz bald! 😉
      Ich schreibe auf facebook.

  2. Hey Bettina,
    ich drücke dich mal, denn ich denke du brauchst das jetzt.
    Es hört sich etwas problematisch an, was Bank und Wlan anbelangt. So wie ich das in einigen Büchern und auch von Guang erfahren habe, bedürfen manche Verfahren ein bisschen Unterstützung. Vielleicht können deine Paten dir weiterhelfen. Lass nicht locker, es wird bestimmt eine Lösung geben.
    Wie geht es mit dem Essen? Verträgst du das Chili gut? Wie ist die Beziehung zu deiner Zimmergenossin? Versteht ihr euch gut?
    Ich weiß, du kannst all die Fragen nicht beantworten, weil die Systeme dir nicht gesonnen sind. Aber es gibt viele Themen, die mich interessieren.
    Passe gut auf dich auf meine Liebe – ich denke oft an dich.
    Karin

    1. Alle Probleme gelöst! 🙂

      Mir schmeckt hier eigentlich alles! Ich werde auf jeden Fall demnächst einen Beitrag darüber verfassen, was ich hier so regelmäßig esse. An das Chilli habe ich mich sehr gut gewöhnt. Ich sage zwar meistens noch „bu la“ (不辣), also „nicht scharf“ dazu, würze dann aber manchmal nach. Gestern war ich Pizza essen und habe auf mein erstes Stück Tabasco, weil es irgendwie fad war. Dann habe ich mich allerdings besonnen und versucht mich auf den Geschmack zu konzentrieren – hab‘ ich ja nicht so oft, da ich eigentlich immer chinesisches Essen esse.
      Der Sichuan-Pfeffer ist eigentlich gewöhnungsbedürftiger, weil er ein taubes Gefühl im Mund auslöst.

      Meine Mitbewohnerin ist aus Usbekistan und sehr nett. Wir verstehen uns sehr gut, sehen uns aber gar nicht viel, weil wir beide wenig im Zimmer sind. Im Beitrag über den Registration Day gibt es jetzt auch ein Bild von Rita.

  3. Hallo Bettina
    Wir hoffen wir können dir einige Tipps geben.
    Das Problem mit der Bankkonto, vielleicht kannst du mal an die Universität wenden und mal Nachfragen, ob die vielleicht ein Bescheinigung oder sowas ähnliches dir erstellen können oder ob die sich mit der Bank in Verbindung setzen können. Da sind ja schließlich viele ausländische Studenten und ich denke, dass manche von ihnen auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht können dir auch die Mitbewohner helfen.
    Zur Essen: Probiert soviel wie möglich, da wird immer etwas Spezielles dabei sein. Bei den Straßenrestaurants muss man etwas aufmerksam sein, da manche nicht sehr auf die Hygiene achten und dafür ein Besuch im Krankenhaus sich nicht lohnt. Deshalb ein Tipp, geht vielleicht in Restaurants rein, die zumindest sauber wirken, diese besitzen meistens auch Bescheinigungen vom Gesundheitsamt und hängen es auch aus. Wie bekannt sind ja die Vorschriften in China was Hygiene in Restaurants angeht nicht so streng wie in Deutschland.
    Ab April kann es in Chongqing ziemlich heiß werden, deshalb am besten viel trinken und auf die Ernährung achten; beim Hot Pot essen ganz besonders achten, da die Hot Pots in Chongqing als eines der schärfsten in China gelten.
    Zum Schluss wünschen wir dir noch alles Gute und hoffen, dass die Probleme bald gelöst sind.
    Familie Sun

    1. 谢谢你们! 解决问题。
      我喜欢重庆菜。

  4. Hey Bettina,
    Guang empfiehlt folgendes:
    versuche im Sekretariat der Uni eine Bestätigung (gestempelt und unterschrieben – hat sich auch schon im Business bewährt) zu bekommen. Dort solle bestätigt werden deine Person, deine Aufenthaltserlaubnis, dein Stipendium, eben alles was als Beweis dient, evtl. mit beglaubigten Kopien deiner Einreiseunterlagen.
    Zusätzlich sollst du andere Studenten um Hilfe bitten, gerade auch aus dem Westen, die evtl. die selben Schwierigkeiten haben wie du. Oder eben Personen mit denen du einen guten Kontakt hast. Auf jeden Fall am Ball bleiben.
    Und nicht zu scharf essen – wenn man das nicht gewohnt sei, so würde der Magen sehr leiden und das vielleicht sogar dauerhaft. Also zurückhalten – auch auf der Straße vorsichtig sein.

    Noch einen lieben Samstagsabend-Gruß
    Karin

  5. Wow, you’ve got several hurdles, but I really appreciate that you’re still blogging and in both german and english.
    As for CDMA standard, I’m surprised they’re still using it, as it has been deprecated in most countries (I only knew of some carriers in the US who still use it). Maybe buy a cheap, disposable CDMA smartphone?
    Best of luck!

    1. Hey Gaby,

      I was also surprised. And wondered why my (Chinese) phone does not support that standard. But I guess it was produced for the European market and here no carrier uses this standard. I found a solution: getting the Internet from the school now and switched to China Unicom. They are cheaper and also use GSM. 🙂

      Have a nice time in Budapest!

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