Die ersten Tage in Chongqing – my first days in Chongqing (2/2)

Samstag, 25.02.17

Am Samstag machten sich Dara und ich wieder auf zum Sightseeing. Bevor wir überhaupt da waren bekamen wir Hunger und so aßen wir zum Frühstück/Mittagessen wieder miàn in einem der unzähligen Straßenrestaurants.

Unsere erste Station war Xia Hao, ein noch ursprünglicher Stadtteil von Chongqing, der aber größtenteils wohl bald dem Abriss zum Opfer fallen wird, damit neue Hochhäuser Platz haben. Viele Häuser waren schon markiert und es wohnte auch kaum noch jemand in dem Viertel. Nur vereinzelt konnte man Leute sehen, die Karten oder Mahjong auf der Straße spielten. Auch ein Schreiner war noch bei der Arbeit. Ansonsten war es aber sehr ruhig und die Straßen wirkten verglichen zu den geschäftigen Teilen der Stadt fast schon mystisch.

 

 

 

Am Rande des Viertels gab es auch ein sehr schönes Haus in welchem sich jetzt ein Café und eine kleine Kunstaustellung befinden. Wir fragten nach und zum Glück wird dieses Haus vor dem Abriss verschont. In der Nähe standen auch viele Leute mit ihrer Staffelei und malten verschiedene Straßenszenen.

 

Danach fuhren wir mit Metro und Bus in ein anderes Stadtviertel, wo sich die Kunstuniversität von Chongqing befindet. Dort konnte man sich sehr gut aufhalten und die bemalten Häuser und auf der Straßen ausgestellten Kunstwerke bestaunen. Zum ersten Mal sah ich auch einen Universitätscampus und mochte die Atmosphäre direkt – die laute und schnelle Stadt scheint ein bisschen ausgesperrt und es gibt viele Grünflächen. Es war Wochenende und viele andere Besucher schauten sich um und hielten sich auf dem Universitätsgelände auf.

Nach den ersten beiden Tagen hier kann ich schon sagen, dass ich Chongqing als Stadt wirklich sehr gerne mag. Es ist eigentlich überall etwas los und die Geschäftigkeit gibt der Stadt eine gewisse Energie, die ich so eigentlich kaum kenne. Im beschaulichen Erlangen erlebt man dieses Gefühl jedenfalls eher nicht. Im Hostel waren natürlich andere Reisende unterwegs, aber ansonsten sieht man kaum Ausländer in der Stadt. Ich habe an den zwei Tagen nur eine ganz wenige andere laowais gesehen. Dementsprechend werde ich manchmal schon interessiert beäugt. Es kam vor, dass jemand extra näher kommt, um einen guten Blick auf mich zu werfen. Kinder zeigen manchmal auf mich. Grundsätzlich ist aber jeder sehr nett und ich grüße einfach, wenn ich lange angeschaut werde. Dann grüßt mein Gegenüber in der Regel auch und wir freuen uns beide.

 

 

 

======English======

Saturday, 25.02.17

On Saturday we continued our sightseeing tour. But first we were hungry and we ate noodles again in one of the many shops that are scattered out around the city.

We went to Xia Hao, one of the rare places in Chongqing that is still traditional and has not been replaced by skyscrapers. Many of the buildings were already marked to be demolished soon and not a lot of people seemed to be left in the quarter. We saw some old men playing cards or mahjong. A carpenter also worked on the street. Except for that it was very quiet and the atmosphere was almost mystical.

At one corner we found a very nice house which also had a café and a small art exhibition in it. Luckily this house will not be demolished. Around this place a lot of people were drawing pictures and tried to catch the atmosphere of the place.

Afterwards we took the metro and a bus to go to another part of the city.  We found a lot of very colorful houses and many statues close to the Art University of Chongqing. The campus was very quiet compared to the streets outside and a lot of green spots turns it into a nice place to relax. Since it was a weekend many visitors like us came and took a look around campus.

The first two days showed me that Chongqing is a special city and I already love it. Everyone is busy and moving around and this makes the city very vibrant. This feeling cannot come up in Erlangen, Germany. Next to the people in the hostel, I did not see many other foreigners. In the two days I was walking around the city I saw around three other non-Asian looking foreigners. This made me kind of interesting for some people and some even stepped closer to have a better look. Kids sometimes pointed at me. I started to greet people who looked at me and this usually made everyone happy.

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